Bye bye Kindheit, bye bye Schaukelpferd!

Tag 17: Wie ich von meinem Schaukelpferd losgelassen, und was ich daraus gelernt habe

Kennt Ihr das auch? Dinge, die Ihr definitiv ganz sicher nie wieder benutzen werdet stehen jahrelang bei Euch rum und Ihr könnt Euch einfach nicht davon trennen? Besonders nicht, wenn es Dinge aus Eurer Kindheit sind?

Im Blog vom Apfelmädchen habe ich dazu heute einen interessanten Kommentar von Maria gelesen. Einer der größten Minimalismus-Fehler ist, laut Maria, Kinder ausziehen zu lassen ohne dass sie ihr Zeug mitzunehmen, weil man das dann nur schwer wieder los würde.

Ich kann das gut nachvollziehen. Meine Mutter war da sehr konsequent – vielleicht auch, weil in meiner elterlichen Wohnung nicht viel Platz da ist, um ein leeres Kinderzimmer beibehalten zu können.

Die Sache mit meinem Schaukelpferd

SchaukelpferdMein Schaukelpferd wollte meine meine Mutter bereits vor zehn Jahren an die Caritas geben. Ich habe mich damals lautstark dagegen gewehrt – Immerhin hat es 5 Kindern hervorragende Dienste geleistet.

Wir haben es geliebt, mit Textmarker von oben bis unten blau angemalt (Hat das einen Ärger gegeben! Ein paar Flecken sieht man immer noch.) und auch als Baumaterial für Höhlen und Verstecke benutzt.

Da ich also nicht wollte, dass es weggeben wird, ist das Schaukelpferd dann in meiner Wohnung, auf dem berüchtigten Zwischenboden gelandet. Dort nimmt es eine beträchtliche Menge Platz ein.

Wir spielen immer wieder mit dem Gedanken den Zwischenboden für etwas anderes als Ablagefläche zu nutzen. Eine Leseecke zum Beispiel, oder eine kleine Musik-Experimentierecke. Mit all dem Kram da oben, ist daran aber kaum zu denken.

Emotional wertvolle Dinge mit gutem Gefühl abgeben

Dieses Jahr habe ich mir deshalb ein Herz gefasst, und mir überlegt wie ich mich von meinem Schaukelpferd trennen kann, ohne das Gefühl zu haben, dass ich es demnächst auf irgendeinem Sperrmüll wiederfinde. Ich wollte es einfach nicht so anonym abgeben. Es soll einen Platz bekommen, wo es wertgeschätzt wird.

Andrea von solittletime schreibt dazu:

Andere Menschen werden nie den Wert (er)kennen, den dieses eine Ding für Dich einmal hatte.

Teilweise muss ich ihr da Recht geben. Ich glaube aber schon, dass man Dinge, die einem am Herzen liegen, auf eine Art und Weise weggeben kann, dass man das Gefühl hat, sie werden weiter Wertschätzung erhalten. Das ist natürlich ein bisschen aufwändiger, und funktioniert wahrscheinlich auch nicht bei allem. Gerade bei sehr emotional beladenen Gegenständen, finde ich es aber lohnenswert ein bisschen zu suchen.

Meine Suche auf facebook war tatsächlich kürzer, als ich dachte, und hat sich gelohnt. Ich habe jetzt sogar zwei Interessenten. Entweder geht das Schaukelpferd nun an eine Flüchtlingseinrichtung, was ich großartig fände, weil dann ganz viele Kinder Spaß daran hätten, oder, wenn das nicht klappt, an eine Freundin von mir. Dann könnte ich es ab und zu sogar noch einmal sehen 😉

Was ich daraus gelernt habe

Was ich Euch mit diesem Post sagen möchte:

Wenn Ihr euch von etwas nicht ohne weiteres trennen könnt, dann erzwingt es nicht. Wartet ein bisschen, und überlegt, welche Bedingungen erfüllt sein müssten, damit Ihr den Gegenstand ohne Gewissensbisse abgeben könnt. Oft kommt genau der richtige Abnehmer durch Zufall vorbei.

Ich bin froh, dass ich ein bisschen gewartet habe, und mich mit einem guten Gefühl von meinem Schaukelpferd trennen kann. Wenn alles gut geht wird es dann hoffentlich bald wieder von Kindern geliebt, bemalt und irgendwann zu Höhlen verbaut. Das ist doch viel schöner, als auf dem Zwischenboden rumzustehen!

Was sind Eure Erfahrungen? Habt Ihr Euch auch schon von hochemotionalen Dingen getrennt? Was steht bei Euch noch so rum, wovon Ihr Euch nur schwer trennen könnt?

Ich freue mich von Euch zu lesen! 🙂

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2 Gedanken zu “Bye bye Kindheit, bye bye Schaukelpferd!

  1. Also wir würden es auch sofort nehmen für unsere Jungs! Das ist mega schön!
    Also wenn es noch zu haben ist her damit und bei uns könntest du auch regelmäßig sehen (wenn wir mal wieder Steaks grillen 😉) und bald dann sogar, wenn es benutzt wird!

    Gefällt mir

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